Die Geschichte Klosterholtes ist die Geschichte der fünf Bauerschaften Klosterholte, Haverbeck, Honigfort, Gelshof und Gelsbruch. Bis in unser Jahrhundert hinein trugen die Dienstsiegel der Bürgermeister den Aufdruck "Klosterholte-Haverbeck". In Haverbeck wurde im 11. Jahrhundert Vieh des Klosters Corvey gehalten.

Später wurde die Familie Schütte mit dem Erbe Haverbeck belehnt, die es 1378 mit der Zustimmung des Abtes von Corvey dem Johanniterorden stiftete. Der Johanniterorden ließ Haverbeck 1401 von dem damaligen Verwalter Ludolf von Langen an die Stadt Meppen verkaufen. Vermutlich war damit auch der Verkauf Klosterholtes verbunden. Diepenbrock nimmt an, daß der Johanniterorden vor 1311 das Besitztum der Familie Holte als Stiftung erhalten hatte.
Die Bauerschaft Honigfort - früher Honnigfort - läßt sich im 15. Jahrhundert unter der Bezeichnung "Feldhausen" nachweisen. 1477 hat der damalige Besitzer Johan Bruneforth seinen Besitz Feldhaus bei Haverbeck in der Bauerschaft Lotten der Haselünner Kirchengemeinde vermacht. Die Kirchengemeinde hat den Hof im 16. oder 17. Jahrhundert wieder verloren. 1749 erscheint Bernhard Honnigfort, dessen Ehefrau eine geborene Gels war, in den Urkunden als Besitzer des Hofes. Damals wohnten dort 23 Personen.
Gelshof hieß früher Gelshus und ist um 1400 als Besitz der Familie von dem Campe aus Nödike belegt, die ihn 1404 an Steven von Heede verkaufte. Danach gehört der Besitz Otto von dem Ryne und Conrad von Holthausen, der ihn am 6. Januar 1438 an die Stadt Meppen veräußerte. Am 15.5.1619 erlaubte die Stadt Meppen dem Gelße Berndt und seiner Frau Anna, ein Haus zu errichten. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird Gelß in amtlichen Unterlagen als der einzige Vollerbe in Klosterholte bezeichnet. Otto von der Ryne war wohl der letzte, zu dessen Besitz sowohl der Gelshof als auch das Gelsbruch gehört hat. Während er den Gelshof an die Stadt Meppen verkaufte, ging das Gelsbruch an Gerlach Pyl über. Dieser verkaufte das Gelsbruch 1488 an die Stadt Haselünne, die dort seit 1570 Freie siedeln ließ.
1636 fand in den Sandbergen an der Hase bei Haverbeck eine Schlacht zwischen Dodo von Inn- und Knyphausens Heer, das im 30-jährigen Krieg mit 1000 Reitern und 300 Mann Fußvolk auf seiten der Schweden kämpfte, und den kaiserlichen Truppen statt, die in Haselünne lagen. Dabei fielen 400 kaiserliche Soldaten, und 500 gerieten in Gefangenschaft. Nach dem 30-jährigen Krieg waren die Konfessionszugehörigkeiten unübersichtlich. Daher mußten die Pfarrer eine Bestandsaufnahme machen, die sich an der Zahl derjenigen orientierte, die zur Osterkommunion gingen. Aus den 18 Familien, die in Klosterholte-Haverbeck lebten, gingen 54 Personen im Jahr 1652 zur Osterkommunion. Klosterholte-Haverbeck gehörte damals zum Kirchspiel Bokeloh, weil Bawinkel im Besitz anderer Landesherren und damit praktisch Ausland war.  Wegen der Herrschaft des niederländischen Königshauses Oranien mußten die Bawinkeler seit 1674 ihre Gottesdienste im "Ausland" abhalten. Sie feierten ihre Messen in der Bauerschaft Gelshof  in einer Notkirche beim Kolon Knüven, der auf dem heutigen Hof Brinker wirtschaftete. Erst 1717 erlaubte der preußische König den Katholiken in Bawinkel, ihren Gottesdienst wieder in der eigenen Pfarrgemeinde abzuhalten. Die Klosterholter mußten weiterhin den 2 ½ stündigen Weg zur Kirche nach Bokeloh gehen. Am 6.3.1885 beauftragte daher eine Gemeindeversammlung  den damaligen Vorsteher Johann Gelß, den Bischof um die Integration von Klosterholte-Haverbeck in das Kirchspiel Bawinkel zu bitten. Das wurde aber erst 1902 verfügt.

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