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Es war einmal ein kleines Dorf, das hatte weder Straßen noch ein Gasthaus, ein uraltes Kirchlein und keinen Pfarrer, ein winziges Schulhaus mit 20 Kindern und einen graubärtigen Schulmeister. Wollte ein Fremdling dieses Dorf besuchen, mußte er am Haseufer rufen: ,,Haol ower!"  Wenn er Glück hatte, hörte ihn jemand aus dem benachbarten Bauenhause und seilte ihn im Fährboot ans andere Ufer."


Die märchenhaft anmutende Dorfbeschreibung gibt Eindrücke des Lehrers Joseph Hugenberg wieder von der Bauerschaft Bückelte um die Wende zum 20. Jahrhundert. Weltabgeschieden träumte damals ein Dutzend strohgedeckter Fachwerkhäuser 5 km südwestlich von Haselünne an der Mündung des Haverbecker Bachs in die Hase. Die Verbindung zur Stadt und zur Pfarrkirche in Bokeloh wurde von alters her durch Furten und Fähren aufrecht erhalten. Sie ersparten lange, beschwerliche Umwege durch das Hasetal. Erste Holzbrücken entstanden 1756 beim Hudener Fähr und 1907 vor Bokeloh. An der Hudener Brücke konnte das Mittelstück als Durchlaß für die Hasepünten hochgeklappt werden. Hier war ein Umschlageplatz für die Haseschiffahrt entstanden. Auch Bauern aus dem Lengericher und Oldenburger Raum pflegten hier z. B. Korn zu verladen, bis die 1894 erbaute Meppen-Haselünner Eisenbahn die Haseschiffahrt zum Erliegen brachte. 1937 wurde die baufällige Hudener Brücke 2 km stromauf durch eine Betonbrücke ersetzt. Damit hatte auch das Bückelter Fährboot am Hofe Backsmann endlich ausgedient.
Die erste Erwähnung Bückeltes erfolgte um 850 unter dem Namen ,,boclithi". Unter dem gleichen Namen wird Bückelte im 10. Jahrhundert zu den Dörfern gezählt, die damals zur Pfarre Bokeloh gehören. ,,Boclithi" bedeutet nach Hermann Abels ,,buchenbestandener Abhang".
Die Strapazen des 7 km langen Kirchwegs durch die unwegsam Haseniederung drängten die Bückelter, 1505 eine ortseigene Kapelle zu bauen. Nach einer Legende verwendeten sie dazu als Baumaterial die Trümmer einer zerstörten Johanniter-Niederlassung in Klosterholte. Der unverfälschte spätgotische Baukörper des nahezu 500jährigen Gotteshauses und die 1963 freigelegten Chorfresken aus seiner Entstehungszeit machen die Bückelter Kapelle zu einem bekannten, häufig besuchten Baudenkmal des Emslandes. In ihrem Innern und in ihrer Umgebung verkörpert das ehrwürdige Gebäude eine uralte gewachsene Einheit von kirchlichem und weltlichem Leben.

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